ÖgB - Öffentlich geförderte Beschäftigung in NRW

Gegen Armut und Ausgrenzung.

Die Landesregierung unterstützt mit dem ESF-kofinanzierten Programm "Öffentlich geförderte Beschäftigung" (ÖgB) die langfristige Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Rund 280.000 Langzeitarbeitslose finden in Nordrhein-Westfalen nur schwer oder gar keinen Zugang zum Arbeitsmarkt.
Sie gehören zu einer Zielgruppe, die mit vielfältigen Problemlagen konfrontiert ist und eine große Distanz zum Arbeitsmarkt hat. Für sie gibt es kaum noch Instrumente mit einer Integrationsperspektive in Beschäftigung.
Die Landesregierung fördert deshalb zusammen mit den Jobcentern seit 2013 Projekte im Bereich „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ (ÖgB). Durch die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, verbunden mit Coaching und arbeitsmarktnaher Qualifizierung, soll die berufliche Integration von Menschen mit mehreren Vermittlungshemmnissen ermöglicht werden.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds. Weitere Unterstützungsleistungen erfolgen durch die Jobcenter und Kommunen.
Die Förderung umfasst die Bausteine Coaching, Projektleitung und Qualifizierung. Die gemeinnützigen und/oder kommunalen Projektträger stellen sozialversicherungspflichtige befristete Arbeitsplätze in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern zur Verfügung.

Die Arbeitsplätze sind arbeitsmarktnah ausgestaltet, die Entlohnung der Beschäftigten erfolgt tariflich oder zu ortsüblichem Lohn.
Vom Jobcenter erhalten die Träger je nach Leistungsvermögen der Beschäftigten einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent für maximal 24 Monate. Die weiteren Lohnkosten müssen durch die Projekte selbst erwirtschaftet werden.

Zur Umsetzung der Projekte kooperieren die Träger u.a. mit verschiedenen gemeinnützigen Arbeitgebern. Das Coaching und die Organisation und Koordination bedarfsgerechter Qualifizierungsangebote erfolgt durch die Träger.
Die Tätigkeitsfelder reichen von handwerklichen Dienstleistungen, Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau über kaufmännische und gastronomische Tätigkeiten bis hin zu personenbezogenen Assistenzleistungen im Bereich Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege.

Im Fokus stehen erwerbsfähige Leistungsberechtigte des SGB II, die ohne diese Förderung mittelfristig keinen Zugang in das Erwerbsleben finden. Die Förderung des individuellen Lohnkostenzuschusses (SGB II) erfolgt durch die Jobcenter, weitere notwendige Unterstützungs-Bausteine wie z.B. Kinderbetreuung, Schuldner- oder Suchtberatung erfolgen durch die Kommunen im Rahmen einer Förderung nach § 16a SGB II.

Die fachliche Begleitung der ÖgB-Projekte erfolgt durch die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.).

 

Ihre Ansprechpartnerin in der Regionalagentur Region Köln:

Heike Gasper
Telefon (0221) 35 50 11- 55

heike.gasper{at}ra-region-koeln.de

Das Programm ÖgB wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und den Europäischen Sozialfonds gefördert.