26.10.2017

Rückblick: Ideenlabor Arbeit 4.0 - im OBK

Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltung

Ideenlabor Region Oberbergischer Kreis

Kreative Ideen für eine zukunftssichere Region

BPW Bergische Achsen KG, Ohlerhammer 1, 51674 Wiehl

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Wie gelingt es Unternehmen und Arbeitgebern in der Region Oberbergischer Kreis, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern?

Diese Frage und die gemeinsame Entwicklung von Gestaltungsideen in der Region standen im Mittelpunkt des 15. Ideenlabors des NRW-Arbeitsministeriums.

Die Veranstaltung wurde unter der Schirmherrschaft des Landrats des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt und von der Regionalagentur Region Köln sowie dem IT Forum Oberberg e.V. in den Räumlichkeiten der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft in Wiehl ausgerichtet.

In der Begrüßung stellte Frau Höfel, Geschäftsführerin der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft, fest: "Wir bei der BPW befinden uns mittendrin em Wandel."
Mit einem innovativen LAb in Siegburg, technischen Lösungen für die Elektromobilität und Mitarbeiterschulungen für veränderte Führungsnaforderungen gehe das Unternehmen bereits neue Wege in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt.

Uwe Stranz, Dezernent des Oberbergischen Kreises, verwies in seiner Begrüßung auf das IT-Forum Oberberg, welches Unternehmen aus der Region zusammenbringt und das Thema Digitalisierung in der Region vorantreibt. „Wir können die Digitalisierung nutzen, um Herausforderungen in unserer Region anzugehen und neue Arbeits- und Kommunikationsmöglichkeiten zu erschließen“, appellierte er. In diesem Zusammenhang hoffe er auf viele neue Ideen aus der heutigen Dialogveranstaltung.

Im Anschluss begrüßte Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ beim MAGS, die teilnehmenden Gäste. „Die Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern eine funktions- und bereichsübergreifende Transformations-Aufgabe“, betonte Stuhldreier. Um den Wandel gemeinsam zu gestalten, müsse man Beschäftigte von Beginn an in einem partizipativen Prozess mit einbeziehen. Aus diesem Grund suche das MAGS in Ideenlaboren, die das Landesarbeitsministerium im Rahmen von Open.NRW gestartet hat, den Dialog mit Akteuren in allen zentralen Arbeitsmarktregionen Nordrhein-Westfalens. Stuhldreier hielt fest: „NRW ist gut aufgestellt, um vom digitalen Wandel zu profitieren. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich mit der Digitalisierung der Arbeitswelt auseinanderzusetzen.“ In diesem Sinne verabschiedete er die Teilnehmenden mit den Worten des Künstlers Joseph Beuys in die Kleingruppenarbeit: „Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“

Aus dem Blickwinkel von drei fiktiven Personen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ideenlabors erste Gestaltungsideen. Folgende Fragestellungen bildeten den Ausgangspunkt der Diskussionen:

·        Wie können Unternehmen in unserer ländlich geprägten Region die Potenziale des flexiblen Arbeitens besser ausschöpfen?

·        Wie könnte die Digitalisierung Unternehmen dabei helfen, sich als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen und in der Region sichtbarer zu werden?

·        Wie können wir den digitalen Wandel nutzen, um die Ausbildung von Fachkräften in der Region zu stärken?

Die Ideen, die im Rahmen des Ideenlabors entwickelt wurden, bilden konkrete Ansätze, wie die Region fit für den digitalen Wandel gemacht werden kann.

Unter dem Titel Community Space OBK soll im Oberbergischen Kreis eine analoge Austauschplattform gegründet werden, in der Unternehmen aus der Region gemeinsam den digitalen Kulturwandel und flexible Arbeitsmodelle entwickeln können.

Mit dem Social-Co-Working und Event-Space wird ein zentraler und attraktiver Dialograum in Oberberg geschaffen, der die Arbeitgeber der Region durch Austausch und Sichtbarkeit stärkt.

Unter dem Titel Smarte Ausbildung: das virtuelle Klassenzimmer entsteht ein Blended-Learning-Format, das virtuellen Berufsschulunterricht mit Präsenzphasen kombiniert und die Pendelzeiten von Auszubildenden in der Region verkürzt.

Zum Abschluss dankten Birgit Steuer, Leiterin der Regionalagentur Region Köln, und Herr Stranz den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre intensive Mitarbeit. Es gehe nun darum, konkrete Ideen weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Community Space OBK

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Durch einen Community-Space im Oberbergischen Kreis entsteht eine analoge Austauschplattform, in der die Unternehmen der Region gemeinsam neue Unternehmenskulturen entwickeln können, um flexibles Arbeiten zu ermöglichen.

Um die Region und die Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu halten, sind moderne, digitale Arbeitsmodelle, die eine Flexibilität von Raum und Zeit ermöglichen, von zentraler Bedeutung. Als notwendige Grundlage für standortübergreifendes und flexibles Arbeiten ist für die Teilnehmenden ein grundlegender Wandel der Unternehmenskulturen in der Region notwendig.

Um einen solchen Wandel vollziehen zu können, soll ein „Community-Space“ in Oberberg gegründet werden. Der Raum könnte beispielsweise für Schulungen von Führungskräften in Hinblick auf moderne Unternehmensführung genutzt werden. Gleichzeitig könnte er auch für Auszubildende und Fachkräfte als „Co-Learning-Space“ dienen und unternehmensübergreifend genutzt werden, um lange Fahrzeiten zu Berufsschulen zu vermeiden und Cloud-basiertes Lernen und Arbeiten zu ermöglichen.

Für die Umsetzung werden neben Unternehmen weitere zentrale Akteure benötigt: IT-Forum, IHK, Arbeitsagentur, Regionalagentur, KIO, Wirtschaftsförderer, das Bildungsbüro und die Technische Hochschule. Konkret soll diese Idee bereits am 24. November 2017 in der IT-Arena vorgestellt und für Unterstützung geworben werden. Ebenfalls sollen weitere Interessierte und das Fachkraftwerk eingebunden werden.

Dialograum „Social-Co-Working und Event-Space“ 

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Durch den Dialograum „Social-Co-Working und Event-Space“ entsteht ein zentraler und anziehender Treffpunkt in Oberberg, der die Region als attraktiven Karrierestandort zum Arbeiten und Leben stärkt.

Um Oberberg als attraktiven Karrierestandort zu stärken, wurde von der Arbeitsgruppe die Idee entwickelt, einen zentralen und anziehenden Treffpunkt in Oberberg zu schaffen. Der Space bietet zahlreiche Vorteile: Zum einen wird dort eine niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeit zwischen Jugendlichen und Unternehmen geschaffen. Weiterhin haben Unternehmen aller Größen und Branchen dort die Möglichkeit, flexibel und niedrigschwellig ansprechende Räumlichkeiten als Co-Working-Space anzumieten. Auch der Freizeitwert soll nicht zu kurz kommen: Der „Social-Co-Working und Event-Space“ bietet darüber hinaus allen Interessierten vielfältige Chancen, sich zu begegnen und zu vernetzen sowie den Dialograum durch künstlerische und soziale Aktivitäten und Formate auszubauen.

Damit der Treffpunkt lebendig und attraktiv ist, muss er vor allem junge Menschen vor Ort ansprechen und einen spürbaren Mehrwert des Standortes Oberberg erlebbar machen. Dazu gibt es u.a. Sportangebote, kulturelle
(Abend-)Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Räumlichkeiten für Weiterbildungen, einen integrierten Kindergarten. Neben kulturellen Veranstaltungen sind vor allem Aktivitäten rund um die Arbeitswelt und das gegenseitige Kennenlernen von potenziellen Fachkräften und Unternehmen geplant. Denkbar sind z.B. Veranstaltungen, die Ausbildungswege in Oberberg im Verbund vorstellen oder gute Beispiele familienfreundlicher Arbeitsmodelle aufzeigen sowie Bewerbungstage oder gemeinsame Sommerfeste mehrerer Firmen. Weiterer Baustein des Konzepts ist die Entwicklung von virtuellen Dialog-Räumen.

Für die Umsetzung sind neben den Unternehmen der Region zum einen weitere Kooperationspartner zu gewinnen und einzubinden. Zum anderen sollen bestehende Aktivitäten und Projekte eng vernetzt werden, damit alle Beteiligten gemeinsam vom attraktiven Karrierestandort Oberberg profitieren können.

 

Smarte Ausbildung: Das virtuelle Klassenzimmer

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Das Projekt „Smarte Ausbildung: Das virtuelle Klassenzimmer“ kombiniert die Lernform Blended Learning mit Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Einheiten. Ziel ist es, die langen Pendelzeiten von Auszubildenden zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb in der Region zu reduzieren und damit die Ausbildung in der Region wieder ein Stück weit attraktiver für Auszubildende zu machen.

Um die Ausbildung von Fachkräften in der Region Oberbergischer Kreis zu stärken und das zeitintensive Pendeln der Auszubildenden durch die schlechte Anbindung an den ÖPNV zu reduzieren, hat die Arbeitsgruppe die Idee „Smarte Ausbildung: Das virtuelle Klassenzimmer“ entwickelt. Im Sinne des Blended Learning-Ansatzes soll gemeinsam mit Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Auszubildenden ein neues Lernkonzept entwickelt werden, bei dem sich praxisorientierte Präsenztage mit digitalen Theorie-Formaten abwechseln. Durch die digitalen Bausteine fällt wöchentlich der halbe Tag in der Berufsschule weg und kann stattdessen im Betrieb stattfinden. Die digitalen Formate werden teilweise in Kooperation lokaler Betriebe gemeinsam veranstaltet, sodass ein „virtuelles Klassenzimmer“ entsteht, in dem sich die Auszubildenden analog treffen können. Wichtig ist es hierbei, Kontrollmechanismen und Belohnungssysteme gemeinsam mit Auszubildenden zu entwickeln, um die Lernfortschritte sowie den Spaß am Lernen zu unterstützen. Die Idee steigert schließlich die Attraktivität der Region für Auszubildende, indem sie eine Lösung für die Mobilitätsherausforderungen der Region bietet. Durch den höheren Grad an Selbstorganisation entwickeln die Auszubildenden außerdem gefragte Fähigkeiten im digitalen Zeitalter, die sie gewinnbringend in ihren Ausbildungsbetrieben einbringen können.

Für die Umsetzung sind zum einen Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus Unternehmen, Berufsschulen und Kammern in der Region nötig, die gemeinsam ein Konzept entwickeln. Zum anderen sollte frühzeitig der Kontakt zu Entscheidungsträgern, wie der Bezirksregierung, gesucht werden.