Jugend und Beruf

 

 

Verbundausbildung

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert betriebliche Ausbildungsplätze in einem Ausbildungsverbund

Wenn kleine und mittlere Betriebe ausbilden wollen, aber aufgrund ihrer Spezialisierung nicht alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte vermitteln können, unterstützt das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium diese Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds bei der Bereitstellung von betrieblichen Ausbildungsplätzen im Verbundmodell.
Pro Ausbildungsplatz wird die Ausbildungsvergütung mit bis zu 4.500 Euro einmalig gefördert.
Die Verbundausbildung wurde in das Berufsbildungsgesetz aufgenommen.

Ziel ist es, kleineren und insbesondere sehr spezialisierten Unternehmen die Ausbildung von Fachkräften zu ermöglichen.
Die betriebliche Ausbildung ist eine wichtige Quelle für kompetente und motivierte Nachwuchskräfte. Für Unternehmen, die gern in den eigenen Nachwuchs investieren möchten, aber allein nicht über die personellen und organisatorischen Voraussetzungen verfügen, Ausbildungsplätze für junge Menschen zu schaffen, kann die Ausbildung zusammen mit einem anderen Unternehmen eine gute Lösung sein.

Vorausgesetzt wird eine mindestens zweijährige Ausbildungsdauer in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Dabei muss der Jugendliche mindestens sechs Monate der Ausbildungszeit im Partnerbetrieb arbeiten und lernen. Dies fördert breitere Einblicke in das Berufsleben und unterschiedliche Unternehmenskulturen – und damit die Selbständigkeit und soziale Kompetenz.

Verbünde können zwischen Betrieben oder einem Betrieb und einem Bildungsdienstleister geschlossen werden.
Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung liegt beim koordinierenden Betrieb, der mit dem Jugendlichen den Vertrag abschließt und auch die Ausbildungsvergütung zahlt.

Fragen beantworten die Regionalen Koordinierungsstellen des Ausbildungskonsenses bei den Industrie- und Handelskammern.