Jugend und Beruf

Produktionsschule.NRW

Echte Arbeit für wirkliche Kunden - die Produktionsschule.NRW macht Jugendlichen ein Angebot für den Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung 

Produktionsschulen verbinden „Arbeiten“ und „Lernen“:  Wie in einem Betrieb und unter normalen Marktbedingungen  arbeiten die Jugendlichen unter der fachlichen Anleitung von WerkstattpädagogInnen an Produkten oder Dienstleistungen, die am Ort gefragt sind und bezahlt werden: gutes Essen für kleines Geld in der SnackBar oder im Café, Sitzbänke für Kindergärten oder Grünanlagen, Seifen mit und ohne Domlogo, Spielzeuge, Serviceangebote im Catering, in der Lagerhaltung oder Gebäudereinigung und in der Hotellerie; bei Reparaturen von Fahrrädern oder Elektrokleingeräten …

Mit der jeweiligen Produktlinie fügt sich die Produktionsschule in die regionalen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsstrukturen ein; enge Kontakte und laufende Absprachen mit der lokalen Wirtschaft sowie eine verbindliche Zusammenarbeit mit den Schulen und Berufskollegs vor Ort gehören zum Arbeitsalltag und kommen auch den einzelnen Jugendlichen zugute.

Die Jugendlichen sind in den gesamten Produktions- und Dienstleistungsprozess verantwortlich einbezogen und übernehmen Arbeiten vom Auftragseingang über die Warenwirtschaft, über Lager, Logistik und Einkauf, von der Produktion bis hin zur Rechnung und zum Kundenfeedback.  Theoretisches und fachtheoretisches Hintergrundwissen wird eingebaut, wenn es praktisch dazugehört -so verbindet sich Arbeiten und Lernen.

Aus der alltäglichen und regelmäßigen Zusammenarbeit ergeben sich für die einzelnen Jugendlichen neue Wege für berufliches und soziales Lernen und neue Chancen für einen Einstieg in Ausbildung. Über die beteiligten Berufskollegs können fehlende Schulabschlüsse nachgeholt werden.

Das Programm „Produktionsschule NRW“ sichert so die Startchancen für Jugendliche, die die Schule ohne verlässliche Perspektive abschließen und ist damit ein wichtiger Baustein im Rahmen des Landesvorhabens von „Kein Abschluss ohne Anschluss“:  „Jeder Jugendliche in NRW soll eine Chance haben, später beruflich auf eigenen Beinen zu stehen und seinen Lebensunterhalt selbstständig zu sichern“ verspricht die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.

Nach der modellhaften Erprobung in acht Arbeitsmarktregionen – darunter auch die Region Köln- wird das Programm seit dem Schuljahr 2014/15 landesweit durchgeführt. Gemeinsam mit der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, den nordrheinwestfälischen Jobcentern und den Jugendämtern wurde das Angebot zum  Schuljahr 2014/15 von 530 auf 1.900 Plätze ausgeweitet. Zum Schuljahr 2015/2016 wurde dieses gemeinsame Angebot nochmals auf fast 2900 Plätze ausgebaut. Nordrhein-Westfalen ist mit diesem flächendeckenden Angebot und der Gesamtzahl der Produktionsschulplätze bundesweit führend.

Das Land finanziert jeden Teilnehmerplatz pro Monat mit 600 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).  Die Agenturen für Arbeit, Jobcenter und Jugendämter kofinanzieren das Angebot mit mindestens 300 Euro pro Teilnehmerplatz im Monat. In der Region Köln gibt es im Schuljahr 2015/16 neun Produktionsschulen mit insgesamt 269 Plätzen. 10 erfahrene Träger sind an der Umsetzung des Landesprogrammes in den Teilregionen beteiligt.

Jugendliche und deren Eltern, die sich über die Möglichkeiten zur Teilnahme am Programm beraten lassen möchten, können sich an die örtliche Agentur für Arbeit oder das Jobcenter wenden. Für Auskünfte stehen auch die Produktionsschulen der Region zur Verfügung:

 

Produktionsschule.NRW in der Region Köln:

Weitere Informationen:

 

 

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